Wälder roden für den Klimaschutz?

Die gute Nachricht: In Europa werden immer mehr Kohlekraftwerke abgeschaltet.

Die nicht so gute Nachricht: Viele dieser Anlagen gehen nach einer kurzen Umbauphase wieder in Betrieb. In den Kesseln landet dann keine Kohle mehr, sondern zu Pelltes gepresstes Holz. Das gilt als nachwachsender Rohstoff, die erzeugte Energie damit als CO2-neutral. Und die Betreiberfirma erhält Subventionen, wegen Klimaschutz und so.

Holzpellets sind an sich eine gute Sache, um Holzabfälle als Brennstoff zu verwerten. Aber wenn du ein Großkraftwerk nach dem nächsten mit dem Zeug betreiben willst, gehen dir irgendwann die Abfälle aus. Was machst du also? Richtig, Bäume fällen.

Acht Millionen Tonnen Holzpellets importierte die EU im Jahr 2014 aus dem Ausland, vor allem aus den USA: Dort klagen Umweltschützer, dass wertvolle Wälder gerodet werden. Damit wir Europäer einen auf Klimaschutz machen können.

Darüber habe ich diese Woche in der SZ geschrieben.

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