Ausgezeichneter Unsinn

Eine Begegnung mit Nobelpreisträger und Klimaskeptiker Ivar Giaever

(c) Adrian Schröder/Lindau Nobel Laureate Meetings

(c) Adrian Schröder/Lindau Nobel Laureate Meetings

Beinahe wäre es das Beste, Ivar Giaever einfach zu ignorieren: Er ist ein alter Mann, der unsinnige Dinge sagt. Zu Themen, von denen er nach eigenem Bekunden nicht viel Ahnung hat.

Aber da gibt es ein Problem: Giaever ist Physik-Nobelpreisträger. Wenn er spricht, dann in großen Sälen. Im Publikum sitzen dann die besten Nachwuchswissenschaftler der Welt. Sie hören zu, wie er den Klimawandel bestreitet, mit einer Mischung aus Halbwahrheiten und Polemik. Ein paar klatschen sogar am Ende. Anschließend wird er dann von großen Zeitungen zitiert: Schaut her, wenn selbst Nobelpreisträger sagen, es gibt keinen Klimawandel – dann MUSS da doch was dran sein!

Also muss man sich mit Ivar Giaever auseinandersetzen. Ich habe ihn diese Woche auf der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee getroffen. Das kann man hier bei Spiegel Online nachlesen.

  • Update: Auf der gleichen Tagung haben 36 Nobelpreisträger eine entschiedene Erklärung für mehr Klimaschutz unterzeichnet.
  • Vor zwei Jahren traf ich in Lindau den mexikansichen Chemiker Mario Molina und sprach mit ihm auch über den medialen Lärm der Klimaskeptiker gesprochen.