Wir gehen auf Tour


Luftsprung: Ich darf im Frühjahr mit den besten Jungs durchs Land fahren und Konzerte spielen.

Weitere Termine folgen – hoffentlich auch in deiner Stadt. zu sein: Abonniere uns auf Facebook, um immer auf dem Laufenden zu sein.

Wenn du unseren Krach noch nicht kennst, ist dieses Video ein wunderbarer Einstieg:

Als nächstes hörst du dir dann am besten unser Album „In Sachen Lärm“ von vorne bis hinten an. Auf Spotify oder gerne auf CD – dazu Mail an mich.

Wir sind Piloten unserer Träume

Lange haben wir nach der richtigen Form für dieses Lied gesucht. Ein Lied über das Reisen, über das Feiern, über Euphorie auf der Bühne und über gute Zeiten mit guten Freunden. Jetzt haben sich Max und Marko einfach in die untergehende Sonne gesetzt und das Ding akustisch eingespielt. Ich habe sie dabei gefilmt.

Danke an Markus und an Matthias von HeadApe Records.

Die Stadt gehört uns!

Die Wahlergebnisse von gestern habt ihr wahrscheinlich gesehen. Wir von Plan B auch. Zufällig haben wir etwa einem Jahr einen Song gegen Pegida geschrieben. Der ist auf unserem neuen Album, das diesen Samstag erscheint. Er passt aber saugut auch zu den Hetzern von der AfD. Aus aktuellem Anlass haben wir „Die Stadt gehört uns“ daher heute vorab veröffentlicht. Wir dürfen den Hasspredigern keinen Platz lassen. Nicht in unseren Städten und nicht in unseren Parlamenten.

 

Plan! B! Zehn!

Es gibt wichtige Neuigkeiten aus dem Hause Plan B (der Band, bei der ich seit 10 Jahren an den Trommeln sitze):

Freunde! Nehmt mal bitte einen dicken schwarzen Filzstift in die Hand. Schlagt euren Kalender auf und blättert zum 19. März 2016. Da schreibt ihr bitte in großen Buchstaben „PLAN B ZEHN“ rein. „PLAN B 10“ ist auch okay, je nach Platz. Da haben wir jedenfalls Geburtstag. Und bringen unser neues Album raus, das „In Sachen Lärm“ heißen wird. 10 diebestezeitunsereslebens Jahre sind wir jetzt unterwegs. Unterwegs in Sachen Lärm. Das wollen wir feiern. Mit euch und uns und großartigen Gästen. Es wird ein lauter Abend in der Ballonfabrik Augsburg. 19. März 2016. Plan! B! Zehn!

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Bitte folgt Plan B auf Facebook.

Schuld und Bühne

Das war eine der eher spaßigen Recherchen: Im Juli war ich mit der Band Montreal unterwegs auf dem Deichbrand-Festival in Cuxhaven. Total spannend, hinter die Kulissen so einer Veranstaltung zu schauen. Und natürlich total super, nach dem Konzert mit den Jungs von Montreal (mit denen wir vor vielen Jahren im Augsburger Kerosin gespielt haben) abzuhängen.

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In der Woche darauf hatte ich einen völlig anderen Termin: Da war ich in Berlin auf dem Sozialgericht und habe mir Verhandlungen angesehen, zu so Themen wie Schwerbehindertenrecht. Auch spannend.

Beide Termine waren für das selbe Projekt: Yonas, der Gitarrist von Montreal, ist im Hauptberuf nämlich Richter. Ich habe ihn auf beiden Seiten seines Doppellebens begleitet. Seine Geschichte steht am Dienstag unter dem Titel „Der Richter und sein Tourbus“ in der Süddeutschen Zeitung und kann hier auch online gelesen werden.

Cycling in Memphis

Am Nachmittag verlassen wir Washington DC in Richtung Süden. In der Abenddämmerung steigen wir in Charlottesville, Virginia um. An der Hauptstraße sind einladende Bars und Restaurants aufgereiht, aus manchen kommt Livemusik. Sympathische Menschen sitzen darin. Schon jetzt zahlen wir bei Übernachtungen und Bustickets drauf, weil wir spontan reisen möchten und kurzfristig buchen. Jetzt wäre ich gern noch spontaner, um hier ein oder zwei Tage zu bleiben.

Doch die Tickets sind gekauft; wir steigen in den nächsten Bus und sind morgens in Nashville, Tennessee. Music City und Welthauptstadt des Country. Zuvor noch ein kurzer Stopp in Knoxville, an dessen Busstation man sehen kann, was Crystal Meth aus den Leuten macht. Mit eingefallenen, fahlgrauen Gesichtern stehen sie auf dem Parkplatz und schlottern trotz der warmen Sonne des Südens.

Allans Straße in Nashville

Dann Nashville: Auf dem Weg zu Allan, bei dem wir wohnen, hält ein monströser Pick-up neben uns. Der Fahrer hat einen Schnauzer und warnt uns, weiter nach Osten zu gehen. „Da ist es gefährlich.“ Seine drei Mitfahrer nicken. „Ein schwarzes Viertel, ihr wisst schon.“ Ja, wir wissen jetzt: In Tennessee ist der Klan noch unterwegs. Allan wohnt tatsächlich im Südosten der Stadt, allerdings ist es die reinste Südstaaten-Idylle. Einstöckige Holzhäuschen mit Veranda, ohne Zäune, jeder Anwohner hat ein „How are you?“ für uns übrig.

Allan ist ein super Typ und arbeitet natürlich bei einer Plattenfirma. Wir sind ziemlich erschöpft von der Übernacht-Fahrt im Greyhound und legen uns erstmal hin. In Music City findet das Leben vermutlich ohnehin nach Sonnenuntergang statt.

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Abends folgen wir zahlreichen Empfehlungen und fahren nach downtown, an den Broadway. Ein Fehler: Hier ist reinster Ballermann. Die Straße wird auch Nashvegas genannt, erfahren wir später. Öffentlicher Nahverkehr ist nur marginal vorhanden, so dass wir jetzt auch nirgendwo anders mehr hin kommen. Wir fügen uns unserem Schicksal und gehen in einen der Clubs. Während um uns herum Tische zusammenbrechen und der Teppich mit Bier getränkt wird, bekommen wir von der Band zumindest ein sehr ordentliches Paradise City zu hören.

Am nächsten Tag gleich weiter nach Memphis. Erstmals kein Airbnb, sondern Hostel. Im Bus dorthin lernen wir einen Kerl kennen, der früher am Flughafen Chicago für die Lufthansa Gepäck abgefertigt hat und daher die Namen aller großen deutschen Städte kennt. Jetzt ist er bei FedEx, dem größten Arbeitgeber in Memphis.

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Die letzten Tage gab es nur Fastfood und Chips, jetzt wollen wir was Ordentliches essen. Als Vegetarier hatten wir uns die amerikanische Küche schlimmer vorgestellt. Insgesamt sind wir nicht schlechter dran als in Europa – aber ein bisschen Planung erleichtert die Nahrungsfindung. Über die App Foursquare stoßen wir auf das Fuel Café. Dessen Speisekarte und Bewertungen klingen so fantastisch, dass wir unterwegs sogar eine Einladung zu einer Künstlerparty mit Wein und Käse ausschlagen. Das Essen ist tatsächlich überragend, und mit Matthew lernen wir am Nebentisch doch noch einen Künstler kennen. Der Landschaftsmaler hinterlässt sogar ein paar Zeichnungen in meinem Notizbuch. Wir ziehen weiter ins DKDC, wo Marcella And The Lovers feinen Blues hinlegen. Insgesamt kommen wir an diesem ersten Abend in Memphis mit mehr Menschen ins Gespräch als in sechs Tagen New York.

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Darum beschließen wir, noch etwas zu bleiben. Den nächsten Tag verbringen wir mit Orga-Kram und einem ausgiebigen Besuch im Straßencafé – Ende März ist in Memphis T-Shirt-Wetter. Am dritten Tag leihen wir uns knallgrüne Räder, auf denen wir durch Stadt und Umland ballern. Auch hier erleben wir wieder die Offenherzigkeit der Memphiser. Kaum sind wir mit einer Panne rechts rangefahren, hält neben uns ein Geländewagen mit dem passenden Werkzeug. Memphis ist keine spektakulär schöne Stadt. Aber ihre Bewohner machen sie zur vorläufigen Lieblingsstation unserer Amerika-Reise.

Der Mississippi in Memphis

Der Mississippi in Memphis

Plan B im Trainingslager

Gerade bin ich mit den Jungs von Plan B im Steigerwald. Wir haben uns dort ein Haus gemietet, um eine Woche intensiv am neuen Album zu arbeiten. Passend dazu haben wir jetzt auch einen kleinen Film am Start, der das Bandcamp vom letzten Jahr dokumentiert.

Plan B im Radio, auf der Bühne und bald auch im Studio

In meiner Funktion als Schlagzeuger und Medienbeauftragter von Plan B war ich gestern im Radio. Mit Lisa vom Augsburger Campus-Sender Kanal C sprach ich über unsere Pläne für die nächste Zeit und interessante Assoziationen zu unserem Bandnamen. Den am Ende angeteaserten Song gibt es hier zu hören und sehen.

Wer lieber lesen als hören mag, was das so für Pläne sind:

  • Diesen Freitag, 30. Januar, spielen wir in der Kantine in Augsburg. Infos hier.
  • Danach geht’s nach Franken ins Bandcamp: Songs für unser neues Album schreiben.
  • Das soll dann 2016 erscheinen.

Unser Debut „Wohin die Reise geht“ von 2011 gibt es immer noch zum Gratis-Download und inzwischen auch auf Spotify.

Nur fetten Sound und einen Tanzfloor

Als Quintessenz einiger verdammt guter Clubnächte in letzter Zeit und um hier auch mal eine Liste gepostet zu haben:

Meine persönlichen Top Ten Tanzsongs

Insgesamt eher so aus der Lärm-Ecke. Und großteils so alt, dass es schon lief, als ich sechzehn wurde. Damals™. Als Playlist sicher nicht mehrheits- oder gar konsensfähig. Sondern sehr, sehr subjektiv. Die Lieder, die mich persönlich zum Durchdrehen bringen. Here we go:

  1. Rage Against The Machine – Killing In The Name
  2. Papa Roach – Last Ressort
  3. Rise Against – Satellite
  4. Jet – Are You Gonna Be My Girl
  5. The Killers – Mr. Brightside
  6. The Subways – Rock’n’Roll Queen
  7. System Of A Down – Toxicity
  8. Disturbed – Down With The Sickness
  9. Blink-182 – All The Small Things
  10. Green Day – Basket Case

Sonderpreis der Jury: Rammstein – Du Hast
Hört man im deutschsprachigen Raum ja eher selten im Club. Käme dort viellicht auch nur halb so cool wie in Istanbul, wenn der ganze Laden mitbrüllt und der DJ ne Feuershow mit einem Deospray veranstaltet. Dann kommt es aber verdammt cool.

Die Überschrift dieses Beitrags ist entnommen aus „Der Mond“ von Heisskalt. Sobald irgendein DJ den Song in meiner Gegenwart spielt, wird obige Liste aktualisiert.

 

„Ich will keine neue Weltordnung – ich will nur ’nen Fleck in dieser“

Broilers – Ich will hier nicht sein

In diesem Posting kommen zwei Themen zusammen, für die ich mich sehr interessiere und die in diesem Blog schon öfter Thema waren: Punkrock und Asyl. Die Düsseldorfer Punkband Broilers hat einen Song über die Schicksale von Flüchtlingen geschrieben. Das Video zu „Ich will hier nicht sein“ feierte gestern Premiere, und die Kombination aus Text, Musik und Film ist wirklich bewegend. Es geht um Menschen, die in ihrer Heimat nicht bleiben können:

Von dem was ich hatte
blieb nur der Rauch.

Die aber auch an ihrem neuen Wohnort unerwünscht sind.

Das was ich damals lernte,
das was ich weiß,
ist hier vollkommen ohne Bedeuteung
hier sind alle gleich.
Gleich wenig willkommen,
gleich wenig beliebt.
Gleichermaßen umkämpft,
ein bisschen wie im Krieg.

In der dritten Strophe äußert der Protagonist einen bescheidenen Wunsch:

Ich will keine neue Weltordnung – ich will nur ’nen Fleck in dieser.

Durch widerkehrende „Wuhuuhuu“-Chöre wirkt „Ich will hier nicht sein“ hymnisch und leicht, trotz des traurigen Themas.

Der Song wird im Video immer wieder runtergepegelt, um kurzen Statements von Flüchtlingen Raum zu geben. Diese wurden nach Angaben der Band in Berliner Flüchtlingsheimen aufgenommen.

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